
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
Morgen war es soweit, Weihnachten stand vor der Tür. Ich hatte noch immer keine Idee, was ich zu den Menschen
sagen konnte. Mein ganzes bisheriges Wissen drehte sich um ganz andere Werte, die mit Liebe nicht viel zu tun hatten.
Es nütze mir einfach nichts, das ganze Studium, die Ausbildungen…
Meine Frau und meine Kinder waren seelenruhig am Kekse backen, da alles andere schon vorbereitet war… Alles, außer
meiner Predigt!!!
Bevor ich anfing an dem ganzen Projekt zu zweifeln, erbarmte sich dann schließlich meine Frau, stupste mich mit den
Mehlfingern auf die Nasenspitz und drückte mir die Bibel in die Hand: „Vielleicht steht da ja was drinnen,“ meinte sie
mit einem verschmitzten Lächeln und gab mir einen liebevollen Kuss.
Als ich die Seiten aufschlug, war ich gleich noch verzweifelter. Keine Bilder und seitenweise kleine Schrift in einer
Sprache… hui… „Gibt es das auch in der Kurzfassung, Schatz?“ fragte ich meine Frau verzweifelt. „Nö,“ sagte sie nur und
kümmerte sich dann weiter um die Weihnachtsplätzchen.
Ich blätterte aufgeregt zwischen den Seiten, als mir plötzlich ein Zettel in die Hände fiel auf dem geschrieben stand: Für
jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe.
In diesem Moment konnte ich nicht wirklich etwas damit anfangen, außer, dass es wunderschöne Worte waren. Doch
im selben Augenblick klingelte es an der Tür. Sofort sprang ich auf, öffnete und sah… niemanden?
Auf dem Teppich vor dem Eingang lag ein Brief. Darauf stand mein Name: Jack
Langsam öffnete ich den Umschlag…
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